Donnerstag, 17. Februar 2011

Präsentationen im EDV-Unterricht

An "meiner" Schule sieht das Curriculum für den EDV-Unterricht im 1. Block eine Präsentationsleistung vor. Der Umgang mit PowerPoint soll (ein)geübt werden und das Medium PP den Vortrag sinnvoll unterstüzen. Dazu kann man sinnvollerweise aktuelle IT Themen vorbereiten lassen. Diese sollen mithilfe von Internetrecherchen durchgeführt werden, damit die SuS auch lernen, das Medium Internet kritisch zu Recherchezwecken zu nutzen. Diese Präsentation dient notentechnisch als Klausurersatzleistung.

Ziel ist es also:
SuS:
  • können eine PPT so gestalten, dass der Vortrag sinnvoll unterstützt wird
  • kennen eine Präsentationssoftware und ihre gängisten Funktionalitäten
  • nutzen das Internet als Informationsquelle
  • können die Inhalte aus dem Internet nach Relevanz und vertrauenswürdigkeit filtern
  • lernen aktuelle Fragestellungen rund um die "Netzwelt", die EDV oder auch der Informatik kennen
Diesen Block habe ich von Dezember 2010 bis Januar 2011 selbst unterrichtet und meine eigene Kritik an dem Unterricht deckt sich sehr mit der der Schüler.
Hauptkritikpunkt ist, dass die Anforderungen an eine Präsentation gerade im Hinblick auf die Benotung zu schwammig und unklar war. Desweiteren habe ich jede Präsentation gleich im Anschluss bewertet und auch benotet - das hat sich für mich rückblickend auch als Fehler herausgestellt, da ich die Noten nach dem Abschluss der Präsentationsrunde angepasst habe. Hier wäre es wahrscheinlich geschickter gewesen das Feedback direkt anschließend zu machen, die Notengebung jedoch geballt nachdem alle Gruppen präsentiert haben.

Wenn ich Kollegen frage, wie sie es mit der Benotung halten, dann höre ich mehrere Optionen:
  • ich lasse die Schüler untereinander bewerten
  • ich lasse von den Schülern ein Ranking erstellen - der Vortrag ist für die Gruppe und deshalb sollte die Gruppe da auch entscheiden
  • ich nehm das nur als mündliche Note und lass dann doch noch einen Test schreiben
  • der Inhalt ist mir eigentlich sehr wichtig, da zeigt sich ja ob die Internetrecherche erfolgreich war
  • ....
Fazit war jedenfalls für mich: es gibt hier keine einheitliche Regelung, die Kollegen sind teilweise auch recht unsicher und haben zwar den für sich gangbaren Weg gefunden - so richtig rund fühlt es sich für sie auch nicht an.

Mir persönlich war in meiner Benotungsgrundlage der Inhalt gar nicht soooooooooo wichtig. Natürlich sollte das Thema erfasst werden von den SuS, die Quellen sollten vertrauenswürdig sein und vor allem inhaltlich richtig. Dennoch habe ich dem Inhalt in meiner Bewertung nur einen Anteil von 10% eingeräumt. Meiner Auffassung nach geht es doch um die Visualisierung des Inhalts, der Verbindung zwischen Gesprochenem und der geschickten Unterstreichung dessen...

Ich hab jetzt sehr lange daran rumgedacht und ich komme zu dem Schluss, dass ich meine Gedanken wohl oder übel niederschreiben muss um vielleicht und eventuell irgendwann mal Klarheit zu bekommen in der Frage - und wenn es nur ein bisschen mehr Klarheit ist ;-)

Ich möchte hier versuchen ein bisschen für mich Literatur zu dem Thema zusammenzutragen und versuchen ein Arbeitsmaterial und eine Grundlage (zumindest für mich) zu schaffen mit der ich guten Gewissens nach meinen Unterricht gestalten kann, die SuS eine genaue Vorstellung haben davon was sie leisten könnten - ohne sie einzuschränken und am Ende sagen kann, dass ich komplett hinter meiner Benotung stehe und mir sicher bin darüber...

Dazu gehören momentan für mich die folgenden Schritte:
  • Sichtung der Literatur die es zu dem Thema gibt
  • Erstellung eines Kriterienkatalogs für meine Zwecke - für meinen Unterricht was gute und schlechte Präsentationen unterscheidet
  • Erstellung eines Benotungsschemas

in meinen Augen große Ziele - ich bin gespannt, wie sich das hier entwickelt und bin natürlich über Hinweise und Tips - genauso über Kritik sehr dankbar...

Mittwoch, 5. Januar 2011

Präsentationsleistungen bewerten...

Die armen Schüler drücken sich ja gern vor allem - so auch vor Klausuren.. und wenn man ihnen eine Klausurersatzleistung anbietet, dann ist das JA ein sehr lautes.. also eine Präsentation: in EDV dann halt mit anderen Schwerpunkten als Inhalt & Struktur 80% und Präsentation & Medieneinsatz 20%. Es wurde ausgemacht:
Visualisierung und Medieneinsatz 50%
und jeweils 10% Inhalt, Struktur, Auftreten, Sprache Aktualität/Relevanz

die Gruppenstärke variiert von 2 bis 4 Personen und hier fangen meine Probleme an: wie bewerte ich den Unterschied zwischen den Gruppen? Am Inhalt ist das irgendwie leichter festzumachen als an der Visualisierung - ein gelungenes Layout ohne Fehler, jedoch ohne "zweckmäßige und angemessene" Effekte im .ppt - ist das noch sehr gut, oder "darf" ich da mehr verlangen? Den kleinen Gruppen fehlt ja nicht nur Arbeitszeit, sondern auch qualitatives Feedback untereinander - sie verrennen sich schneller - die Gruppenkontrolle funktioniert nicht so gut.
Ich hab zwar einen Bewertungsbogen erarbeitet und auch Kompetenzen und Anforderungsbereiche definiert und angefangen damit zu bewerten - doch irgendwie zeigt mir die Praxis, dass das Schema wohl seine Schwächen hat bei unterschiedlichen Gruppengrößen - was tun fragt sich die böse Frau, die nicht nur 1er verteilen will ...