Tja, da habe ich einen Schüler der seine Aufgaben immer wesentlich schneller erledigt hat als andere.. einer, der den Durchblick hat, flott und sauber arbeitet, den PC und die Officeprogramme gut bedienen kann.. und der gern stört, wenn er fertig ist.. ich hab länger drüber nachgedacht, was ich realisieren kann, damit er sich nicht außen vor fühlt, damit er keine Sonderrolle einnimmt, aber trotzdem gefordert wird..
Ich habe mich dann dazu entschieden, ihm nicht anzubieten tiefer in die Office-Programme einzusteigen - denn dann galoppiert er vorweg und ist halt einfach nur nach der Hälfte des Halbjahres mit dem Stoff durch.. ich habe ihm angeboten, ein "Nebenprojekt" durchzuführen: ihn in die html-Programmierung mit "Selbstlern-"Material einzuführen.. und die Situation hat sich deutlich entschärft.. der Schüler freut sich wieder auf EDV, hat nicht mehr den Eindruck er würde nur die Zeit absitzen und fragt, fragt, fragt: tiefer, tiefer, tiefer und ist eifrig dabei.. statt Störens.. ich freue mich!
Montag, 6. Februar 2012
Bewertungen LUA?
Hier habe ich mittlerweile meinen Weg gefunden - aber auch erst, nachdem ich reingefallen bin... :-)
Ich habe anfangs ambitioniert jede Stunde Notizen gemacht über die laufende Unterrichtsarbeit - es dann leider wieder fallengelassen.. und auf einmal hatte ich das Gefühl, dass ich meine Noten gar nicht mehr soooooooooooooooo wahnsinnig gut und nachvollziehbar für meine Schüler begründen kann..
also back to the roots und "Notengebung nach jeder Stunde reaktiviert" ... das hat für mich ein paar deutliche Vorteile:
Ich habe anfangs ambitioniert jede Stunde Notizen gemacht über die laufende Unterrichtsarbeit - es dann leider wieder fallengelassen.. und auf einmal hatte ich das Gefühl, dass ich meine Noten gar nicht mehr soooooooooooooooo wahnsinnig gut und nachvollziehbar für meine Schüler begründen kann..
also back to the roots und "Notengebung nach jeder Stunde reaktiviert" ... das hat für mich ein paar deutliche Vorteile:
- zum einen dauert es für jede Doppelstunde nur wenige Minuten
- die Eindrücke sind frisch
- und über die Zeit werden Ausreißer minimiert - ich muss ja am Ende auch nicht streng nach meinem Durchschnitt die Note ermitteln...
- ich habe das Gefühl, dass ich eine gerechtere, fundiertere Note geben kann
- jeder Teil des Blockes wird berücksichtigt: sonst hat man ja einen deutlicheren Eindruck dessen, was als letztes lief
Wundern?
Nur auf die Gefahr hin, dass sich hier gerade jemand wundert über diese Beitragsflut, die nicht wirklich zeitlich passt :-)
Das sind vorgeschriebene Beiträge, die hier im meinen Entwürfen schlummern, und die ich jetzt als Teil meines Portfolios als dialogisch veröffentliche...
Das sind vorgeschriebene Beiträge, die hier im meinen Entwürfen schlummern, und die ich jetzt als Teil meines Portfolios als dialogisch veröffentliche...
Hospi die erste
Meine erste Hospi hab ich auch in EDV gemacht. Meine Baustellen von dort waren vor allem Dinge, die ich konsequent in der Hospi anders umgesetzt habe als außerhalb.. Lehrerecho, Fragen selbst zu beantworten - statt sie an die Gruppe zurückzugeben.. und: tiefer einzusteigen - den Schülern mehr zutrauen! Ich neige in der Hospi oder in diesen "Beobachtungsstunden" dazu, mich an meinen Plan zu halten und nicht so spontan auch Nebenschauplätze oder auch Vertiefungen zuzulassen ... hier möchte ich gern noch ein bisschen daran arbeiten...
nach der Hospi wollte ich dringend bei den nächsten Gruppenarbeiten folgendes ausprobieren:
nach der Hospi wollte ich dringend bei den nächsten Gruppenarbeiten folgendes ausprobieren:
- didaktische Reserve für Leerläufe in Gruppen vorbereiten
- Gruppenzusammenstellungen leistungshomogen: um dann die Anforderungen/Arbeitsaufträge zu differenzieren
Reflexion 1. upÜ EDV
Meine erste EDV-upÜ habe ich ziemlich früh gemacht: bereits 2 Wochen nach Beginn des bedarfsdeckendem Unterrichts. Als Klasse habe ich mir eine BFStq-Klasse ausgeliehen. Ich hatte die Idee, dass ich mit den Hospis und upÜs alle Schulformen abdecken möchte, die an unserer Schule angeboten werden. Mir wurde vielfach davon abgeraten: fremde Klasse und fremde Schulform. Mein FS-Leiter hat mich jedoch bestärkt, in der upÜ eine Ausbildungssituation zu sehen und keine Bewertungssituation und so gehe ich seitdem meine upÜs und Hospis an - obwohl das bestimmt nicht alle so bewerten ;-) - ich für mich fahre damit allerdings gut. Diese Nachbesprechungen als Wegweiser für meine Entwicklung zu sehen und nicht als Kritik an meiner Person - sondern als Mittel um für mich meine Stärken und Schwächen zu benennen und mir die Möglichkeit zu geben, diese noch im Ref anzugehen.
Zurück zur 1. upÜ in EDV. Hier habe ich einen stationengeleiteten, individualisierten Unterrichtseinstieg gezeigt. Ich war und bin völlig überzeugt von der Art der Umsetzung des Themas "Einstieg in Word" und habe diese upÜ mittlerweile schon 2 weitere Male als Unterricht verwendet - wobei ich ständig Kleinigkeiten [nämlich die Hauptkritikpunkte an der upÜ an sich] verändere. So habe ich in der upÜ einen ganz klassischen handwerklichen Fehler begangen: das Austeilen des Materials, während ich noch was erklären wollte.. accept: kommt nicht wieder vor.
Außerdem habe ich die Methode des Lernens an Stationen nicht ausführlich genug eingeführt. Da musste ich im LSG noch nachsteuern.
Daraus habe ich gelernt.... Da meine Schüler dazu neigen, dass sie eh ALLE Zettel mitnehmen möchten, die JE ausgeteilt wurden, habe ich mich dieses Mal dazu entschieden, einen kompletten Reader für alle anzufertigen. So können die optionalen Aufgaben innerhalb des Stationenzirkels auch als Vorbereitung für die Klausur genutzt werden, alle Schüler besitzen das komplette Arbeitsmaterial und trotzdem sind sie frei in der Abwicklung und in der Reihenfolge der Erledigung der Arbeitsaufträge.
Eine weitere Sache hab ich durch diese upÜ gelernt und ich versuche, dieses jetzt anders zu machen: individualisierter Unterricht ist schön und gut, aber in diesen Stunden in denen man "vor anderen übt", sollte man sich zeigen - viel und doch zurückhaltend. 15 Minuten am Anfang sind da eher ungeschickt und deshalb habe ich für die folgenden upÜs eher versucht, die Lehreranteile auszuweiten und mich akzentuiert immer mal wieder zu zeigen.
Meine größte Baustelle die ich aus der upÜ mitgenommen habe ist: mehr Klarheit in meinen Fragen UND die Abläufe bei so einer großen Situation beispielhaft einmal durchzugehen. Einfach einmal demonstrieren, wie ein möglicher Ablauf für einen Schüler sein könnte.
Zurück zur 1. upÜ in EDV. Hier habe ich einen stationengeleiteten, individualisierten Unterrichtseinstieg gezeigt. Ich war und bin völlig überzeugt von der Art der Umsetzung des Themas "Einstieg in Word" und habe diese upÜ mittlerweile schon 2 weitere Male als Unterricht verwendet - wobei ich ständig Kleinigkeiten [nämlich die Hauptkritikpunkte an der upÜ an sich] verändere. So habe ich in der upÜ einen ganz klassischen handwerklichen Fehler begangen: das Austeilen des Materials, während ich noch was erklären wollte.. accept: kommt nicht wieder vor.
Außerdem habe ich die Methode des Lernens an Stationen nicht ausführlich genug eingeführt. Da musste ich im LSG noch nachsteuern.
Daraus habe ich gelernt.... Da meine Schüler dazu neigen, dass sie eh ALLE Zettel mitnehmen möchten, die JE ausgeteilt wurden, habe ich mich dieses Mal dazu entschieden, einen kompletten Reader für alle anzufertigen. So können die optionalen Aufgaben innerhalb des Stationenzirkels auch als Vorbereitung für die Klausur genutzt werden, alle Schüler besitzen das komplette Arbeitsmaterial und trotzdem sind sie frei in der Abwicklung und in der Reihenfolge der Erledigung der Arbeitsaufträge.
Eine weitere Sache hab ich durch diese upÜ gelernt und ich versuche, dieses jetzt anders zu machen: individualisierter Unterricht ist schön und gut, aber in diesen Stunden in denen man "vor anderen übt", sollte man sich zeigen - viel und doch zurückhaltend. 15 Minuten am Anfang sind da eher ungeschickt und deshalb habe ich für die folgenden upÜs eher versucht, die Lehreranteile auszuweiten und mich akzentuiert immer mal wieder zu zeigen.
Meine größte Baustelle die ich aus der upÜ mitgenommen habe ist: mehr Klarheit in meinen Fragen UND die Abläufe bei so einer großen Situation beispielhaft einmal durchzugehen. Einfach einmal demonstrieren, wie ein möglicher Ablauf für einen Schüler sein könnte.
Mittwoch, 1. Februar 2012
Präsentationsleistungen EDV die Dritte....
Der nächste Durchgang ist fertig und eine weitere Welle von Präsentationsprüfungen liegt hinter mir. Die Vorbereitungszeit für die Schüler war dieses Mal sehr knapp und das spiegelte sich auch in den meisten Präsentationen wider. Dafür habe ich meinen Bewertungsbogen ein weiteres Mal angepasst und bin jetzt ziemlich zufrieden. Für das Prozedere der Notengebung und des Feedbacks hatte ich folgenden Ablaufplan.
Deshalb review fürs nächste Mal:
Ablaufplan besser:
Jede Gruppe hat jeder der anderen Präsentationen bewertet. Das birgt für mich den Vorteil, dass ich meinen Eindruck bestätigen oder auch revidieren kann. Die Präsentation ist eine Momentaufnahme und vielleicht bin ich gerade in einem wichtigen Moment abgelenkt, mache Notizen, ermahne Mitschüler etc. So dass ich es schätze, die Einschätzung der anderen zu lesen. Auch fällt es mir unter Umständen leichter, mich in technische Themen hineinzuversetzen, ihnen zu folgen. Auch hier gibt mir der Bogen der Mitschüler die Gelegenheit zu überprüfen, wie adressatengerecht die Präsentation von ihnen empfunden wurde.
Allgemein waren die Bewertungen in diesem Durchlauf sehr viel realistischer und deckten sich über weite Strecken mit meiner Benotung. Zwei Präsentationen habe ich minimal in der Note angehoben und kann diese Note trotzdem noch sehr gut vertreten.
Alles in Allem habe ich das Gefühl, dass mein Weg diese Präsentationsleistung zu begleiten und zu bewerten so langsam rund wird. Die Schüler gaben mir das Feedback, dass sie mich als sehr fair wahrgenommen hätten - das bestätigt mich und macht es einfacher, mit der immerwährenden Frage umzugehen "gebe ich die richtigen Noten? bin ich zu schnell bei guten oder schlechten Noten?"
- Präsentationen aller Gruppen
- je nach Zeit Feedback einzelner Gruppen am Stundenende
- grundsätzliches Feedback am Ende aller Präsentationen
- Notengebung ganz am Ende - nachdem alle Präsentationen gelaufen sind
Deshalb review fürs nächste Mal:
Ablaufplan besser:
- Präsentationen - direkt im Anschluss Feedback von mir für die Gruppe
- Notengebung ganz am Schluss
Jede Gruppe hat jeder der anderen Präsentationen bewertet. Das birgt für mich den Vorteil, dass ich meinen Eindruck bestätigen oder auch revidieren kann. Die Präsentation ist eine Momentaufnahme und vielleicht bin ich gerade in einem wichtigen Moment abgelenkt, mache Notizen, ermahne Mitschüler etc. So dass ich es schätze, die Einschätzung der anderen zu lesen. Auch fällt es mir unter Umständen leichter, mich in technische Themen hineinzuversetzen, ihnen zu folgen. Auch hier gibt mir der Bogen der Mitschüler die Gelegenheit zu überprüfen, wie adressatengerecht die Präsentation von ihnen empfunden wurde.
Allgemein waren die Bewertungen in diesem Durchlauf sehr viel realistischer und deckten sich über weite Strecken mit meiner Benotung. Zwei Präsentationen habe ich minimal in der Note angehoben und kann diese Note trotzdem noch sehr gut vertreten.
Alles in Allem habe ich das Gefühl, dass mein Weg diese Präsentationsleistung zu begleiten und zu bewerten so langsam rund wird. Die Schüler gaben mir das Feedback, dass sie mich als sehr fair wahrgenommen hätten - das bestätigt mich und macht es einfacher, mit der immerwährenden Frage umzugehen "gebe ich die richtigen Noten? bin ich zu schnell bei guten oder schlechten Noten?"
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